Seminare

Verhaltensprävention

Die Verhaltensprävention setzt Ihren Fokus auf die Mitarbeiter und deren Art und Weise mit Belastungen umzugehen. Es wird in den Seminaren darauf geachtet, stets gefühlsbezogene Erkenntnisse und Verknüpfungen, gedankliche, rationale Strategien zu vermitteln. Daraus ergeben sich mehrere Handlungsmöglichkeiten. In auf einander aufbauenden Schwierigkeitsstufen erproben die Teilnehmer ihr bisheriges Wissen, wenden neue Techniken an und verknüpfen beides miteinander.

Die aufgeführten Seminare sind Elemente der Verhaltensprävention.

Stressbewältigung

Stress entsteht, wenn die eigene Sicherheit, physiologische Bedürfnisse, Selbstwert, Autonomie oder eigene Ziele gefährdet sind. Kontrollverlust und die Schwierigkeit, die augenblicklich-richtigen Handlungsoptionen zu finden, sind Bestandteile von „Stress“. Der Umgang mit Stressoren und inneren Antreibern, und das Betrachten und selbstständige Umschreiben des inneren Diaglogs gehören zu den Elementen des Seminars. Für die körperliche Vorbeugung von Muskel- und Gelenkbeschwerden werden Entspannungstechniken erlernt. Die Lockerung der Muskeln reduziert Verspannung, ebenso das Risiko für Migräne, Tinnitus und Bandscheibenverschiebungen.

Das Seminar ist als 2- oder 3-Tagesseminar verfügbar. Kleinere, regelmäßige Einheiten sind sinnvoll und buchbar.

Resilienz

Resilienz ist als persönliche Lebensstrategie zu verstehen. Anstatt sich auf einzelne Stresssituationen zu beziehen, lernen Teilnehmer im Resilienztraining mit langfristigen, schwierigen Situation umzugehen.

Viele Menschen erleben langfristige Belastungen im privaten oder beruflichen Bereich. Oft überschlagen sich Ereignisse, sie fühlen sich überrannt, mehrere Dinge müssen erledigt werden und türmen sich auf. Gerade wenn dieser Zustand von Dauer ist, können Menschen geschwächt werden, sich überfordert fühlen und an der eigenen Kraft und der Selbstwirksamkeit ihr Leben zu formen zweifeln.

Belastungen können vielerlei Gestalt haben z.B. Karriererückschläge, ernsthafte körperliche Erkrankungen, die Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen, den Verlust von Stabilität, das Scheitern einer Ehe oder Lebenspartnerschaft, der Tod einer nahestehenden Person oder einer Straftat zum Opfer fallen. Entschneidende Belastungen wirken über einen längeren Zeitraum.

Resilienz wurde anfangs von Antonovsky, Frankl, später neu von Seligmann, Reivich und Gillham konzipiert. Resilienz umfasst, wie Menschen mit Rückschlägen, massiven Belastungen, Herausforderungen, endgültigen Verlusten und schwierigen Lebensumständen umgehen, sich regenerieren, sich selbst stärken und wachsen. Resilienz ist besonders nützlich für Menschen, die sich aktuell in einer schwierigen, fordernden Lebenssituation sind oder dauerhaft akuten Belastungssituationen ausgesetzt sind. Auftretende Einschnitte verändern und tangieren meist mehrere Lebensbereiche nachhaltig.
Bei Resilienz wird ein anderer zeitlicher Fokus gefasst, das Ausmaß und die Art der besprochenen Belastungen sind anders als bei der Stressbewältigung.

Im Seminar fügen sich eine bewusste Reflexion der herausfordernden Lebenssituation, resilienter Vorbilder zum Inspirieren sowie deren Stärkungsrituale und imaginativ-gestaltete Selbstinstruktionen zusammen. Aus den Resilienzmodellen werden Lösungsstrategien und Stärkungsvarianten angeboten, Empathie und Pragmatismus wird betont.
Das Seminar ist als Mehr-Tagesseminar verfügbar. Dabei wird ist der Anteil an praktischen Übungen angepasst an die Häufigkeit und Länge des Seminars. Es ist möglich, in weiterführenden Beratungsstunden eine Stärkung von besonders geforderten Teilnehmern zu erreichen. In diesem Fall wird der zeitliche Umfang pro Einheit in Absprache mit Ihnen festgelegt.

Glück und persönliche Ressourcen

Als Stärkung für die Mitarbeiter, oder als Ergänzung zu einer Teamentwicklungsmaßnahme kann eine kleine Einführung über Lebenszufriedenheit und Glück stattfinden. Dies ist durchaus an vielen Stellen eine Quelle für Tatendrang, Motivation sowie soziale und kollegiale Unterstützung. Davon profitieren die einzelnen Mitarbeiter/innnen und das Teamklima.

Konflikte lösen

Im Umgang mit Konflikten sind Menschen meist unsicher, missgestimmt und unausgeglichen. Daher ist es notwendig, emotionale Fertigkeiten zu trainieren, ebenso wie auf gedanklicher Ebene ein Verständnis für interaktive Dynamiken zu entwickeln.
In diesem Seminar lernen die Teilnehmer zunächst kleinere Missverständnisse aufzulösen. Nachfolgend wird ihr Umgang mit akuten Konflikten verfeinert, abschließend üben sich die Teilnehmer darin, auch langwierige, eingeschliffene Konflikte zu lösen. In diesem Seminar ist eine Teilnehmerzahl von max. 8-10 Personen am günstigsten. Das Seminar ist als 2- und 3-Tagesseminar buchbar.

Verhältnisprävention

In der Verhältnisprävention stehen nicht die Mitarbeiter, sondern die Arbeitsumstände und -bedingungen im Fokus. Im Arbeitskontext werden Ansätze zum Verbessern und Optimieren betrachtet. Die Verhältnisprävention hängt immer individuell vom Zuständigkeitsbereich der Mitarbeiter ab, daher ist sie nur als individuelles Konzept erhältlich und wird in Absprache mit dem Betrieb geplant und evaluiert. Eine Berücksichtigung arbeitsbezogener Stressoren, aufgetretener Probleme und personalbezogener Ziele lässt sich nur im individuellen Konzept berücksichtigen.

Umgang mit traumatisierten Mitarbeitern

Die Fortbildung richtet sich an Führungskräfte oder Nachsorgemitarbeiter. Nachvollziehbar wird vermittelt, was bei einem Trauma passiert und in welchen Bereichen das Weltbild, Selbstbild und Kontrollgefühl erschüttert wird. Der Zusammenhang zu Symptomen wird veranschaulicht. Sie lernen typische Traumafolgereaktionen und damit entspringende Risiken kennen. Stärkende Nachsorgeansätze treffen auf die Bedürfnisse des Betroffenen und seine Befürchtungen, welche von Person zu Person stark variieren. Ein Orientierungsleitfaden beinhaltet den „normalen Ablauf von Traumatisierung“ und die Veranschaulichung von ungewöhnlichen Verläufen.

Umgang mit traumatisierten Opfern von Straftaten

Die Teilnehmer begreifen das Trauma auf emotionaler, gedanklicher und körperlicher Ebene. Nachfolgend ist leichter Verhalten und Traumafolgereaktionen bei Opfern zu verstehen. Daraus leiten sie gute und schlechte Verhaltensweisen in der Situation für sich selbst ab. Sie erhalten Hinweise für den Umgang mit Menschen, welche einmalige oder mehrfache Traumatisierung erlebt haben.
Zum Umgang mit Opfern von sexueller Gewalt biete ich kleine Einführungen, Seminare und große Fortbildungen in Form von Lehrvorträgen an. Die Anzeigequote ist sehr gering, in diesem Bereich gibt es noch viele Herausforderungen.
Zu diesem Thema vermittle ich Wissen an Polizeibeamte im Land Brandenburg und deutschlandweit (Bund der Kriminalbeamten, Kripo Camp 2016).